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17.08.2010, 12:00 Uhr | Pressemitteilung Übersicht | Drucken
Axel Wilke: Ablehnung Wirtschaftsgymnasium ist ein Trauerspiel
Angelegenheit wird Thema im Landtagswahlkampf

Mit scharfer Kritik nimmt CDU-Landtagsabgeordneter Axel Wilke Stellung zum Brief des Mainzer SPD-Bildungsstaatssekretärs Ebling an die Speyerer F.D.P. in Sachen Wirtschaftsgymnasium. „Hanebüchen“ nennt der Speyerer CDU-Abgeordnete in Mainz die Begründung Eblings für die unverändert ablehnende Haltung der Landesregierung zur Einrichtung dieser Schulform an der Johann-Joachim-Becher-Schule.


Axel Wilke
 
„Erst war es ein angeblicher Nachholbedarf im Norden des Landes, der die Regierung veranlasste, den Speyerer Antrag zurückzustellen. Jetzt ist es plötzlich die angeblich ausreichende Versorgung in der Region“, weist Wilke auf ständig wechselnde Begründungen hin. Tatsache ist aber, dass sowohl das Ludwigshafener wie auch das Germersheimer Wirtschaftsgymnasium von Nachfragen geradezu überrannt werden, was sicher auch damit zu tun hat, dass es in der Region Speyer dieses Schulangebot nicht gibt. Der Landkreis Germersheim strebe bereits kurz nach dem Start des dortigen Wirtschaftsgymnasium eine Erweiterung um einen technischen Zweig an, verweist Wilke auf einen entsprechenden Kreistagsbeschluss. Was sich nun durch Eblings Brief bestätige, sei der von ihm schon bei den früheren Ablehnungsschreiben geäußerte Verdacht, dass die Landesregierung einseitig die Integrierte Gesamtschule gegenüber dem Beruflichen Gymnasium bevorzuge.

Während das Wirtschaftsgymnasium trotz bester räumlicher und personeller Voraussetzungen bei der Berufsschule Jahr um Jahr abgelehnt werde, sei diese anstandslos und sofort bewilligt worden und diene der Landesregierung nun als Beleg dafür, dass es für ein Wirtschaftsgymnasium keinen Bedarf in Speyer gebe.

„Ohne Zweifel ist die Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule für Speyer eine Bereicherung der schulischen Angebotsvielfalt“, erklärt Wilke, der der neuen Schule einen guten Start und den erhofften pädagogischen Erfolg wünscht. Aber sie macht das Berufliche Gymnasium gerade nicht überflüssig, was ja auch durch den von der Landesregierung geforderten und gebilligten Schulentwicklungsplan der Stadt bestätigt werde. „Mit dieser Landesregierung sind die Chancen, ein Berufliches Gymnasium in Speyer zu etablieren, offensichtlich gleich Null“, konstatiert Wilke abschließend und kündigt an, den Kampf für das Wirtschaftsgymnasium auch zum Wahlkampfthema für die Landtagswahl im März 2011 zu machen.




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